„ Wer hout an scheynsten Maibaum?“ – Mir hom an scheynsten Maibaum!!“

Schweißtreibende & tränenreiche Wochen liegen hinter uns, denn niemand konnte erahnen auf was wir uns hier eingelassen haben. Von was wir reden? Wir – die Pressather Maibaummädls – reden von unserem Tanz in den Mai!
Für euch gibt´s nun exklusiv ein paar Einblicke in unsere letzten Wochen, wie alles begann und was wir rund um das 3. Maibaumfest des Pressather Burschenverein erlebt haben.

Bereits vor Monaten hörte man es bei uns im Ort munkeln, doch niemand war sich sicher, ob dies eher ein Spaß oder Ernst sein sollte. In Pressath soll der Maibaum ausgetanzt werden? So etwas hat es ja bei uns noch nie gegeben. Doch sagt niemals nie, dieses Jahr war´s soweit!! 🙂

Entstanden aus einem gemütlichen Schnerpflabend und anfangs im Geheimen geplant, nahm die Idee Stück für Stück Formen an, ehe schließlich die „Castingphase“ für dieses Projekt begann. Tanzwillige und voller Tatendrang vorfreudige Mädls waren schnell gefunden, denn wir von der Pfarrjugend Pressath sind ja immer wieder für einen Spaß & neue Aktionen zu haben. Auch wenn es ein bisschen mehr Energie kostete, ein paar Burschen zu überzeugen, so hatten wir´s letztendlich doch geschafft. Anfang März trafen sich 10 mehr oder weniger tanzwillige Burschen & Mädls zur ersten Tanzprobe in der Mission „Maibaumtanz 2015“.

Dort lernten wir dann auch gleich unsere engagierten und ehrgeizigen Tanzlehrerinnen Silke Kiefer & Regina Hey kennen. Bei euch beiden müssen wir uns alle besonders bedanken, denn so einfach, wie´s aussah, war der Austanz des Maibaums doch nicht und ohne euch hätten wir das nie geschafft. DANKE! Zeit zum rum stehen gab´s dennoch nicht mal in der ersten Probe, denn es hieß so gleich: Auf den Tanz und fertig los!!

So motiviert wir am Anfang auch waren, dies legte sich schnell, als wir nicht beim ersten Tanz – nein – bereits am Einzug zur Tanzfläche scheiterten und wir schnell feststellen mussten, dass wir an unserem Taktgefühl und musikalischem Gehör erheblich arbeiten mussten. Nachdem uns dann auch noch bewusst wurde, dass diese Tänze zum Teil Kleinkinder schon tanzen können, waren wir etwas schockiert und fingen gedanklich schon an, die Wochen bis zum 30. April zu zählen.

Von da an hieß es nun jedes Wochenende tanzen, tanzen, tanzen!! Dabei ließen wir uns auch nicht von belegten Gruppenräumen oder Ähnlichem stören und so wurde zum Teil schnell so manches Wohnzimmer in einen Tanzsaal verwandelt. Einige Wochen später zeichneten sich dann doch erste Erfolge ab. Wir trafen immerhin bei 50% der Proben den Takt und auch die Schrittfolgen und Drehungen verankerten sich langsam mehr und mehr in unseren Köpfen. Voller Euphorie über unsere super Fortschritte fühlten wir uns schon fast wie Tanzprofis, ehe uns unsere Trainerinnen 2 Wochen vor unserem großen Tag in die Realität zurückholten. Der Ton in den Proben wurde „rauer“. Nun wurden selbst Kleinigkeiten wie eine falsche Handhaltung bemängelt und nicht zuletzt wurden wir mit gefühlten stundenlangen Walzerproben geschunden. Je näher der 30. April rückte, desto nervöser wurden wir alle und zum Schluss legten wir sogar eine nächtliche Probe ein, um für den großen Tag gerüstet zu sein.

Dieser stand dann auch schneller vor unserer Tür als erwartet. Nachdem unseren Burschen den ganzen Tag noch letzte Vorbereitungen trafen, verwandelten wir Mädls das Festzelt am Donnerstag noch kurzerhand in einen Beautysalon, denn schließlich mussten unsere Haare noch tanztauglich gestylt werden. Doch trotz unseres kleinen „Schönheitswahn“ ließen wir es uns natürlich auch nicht nehmen unsere fleißigen Burschen mit einem kleinen Mittagsbuffet zu verwöhnen.

Als am Spätnachmittag sowohl Burschen als auch Mädls festtauglich hergerichtet waren, stand noch ein kleines Fotoshooting an. Mehr dazu seht ihr in unserer kleinen Bildergalerie. Doch zuvor erwartete uns noch eine kleine Überraschung, als unser Seppy plötzlich mit 5 wunderschönen Blumensträußen vor uns stand. Die Freude über diese gelungene Überraschung war uns wirklich anzusehen und so konnte im Anschluss nun auch der Festzug starten.

Kurz darauf hieß es dann auch schon: „Festparade stillgestanden! Im Gleichschritt – Marsch!“ und der Startschuss für das 3. Maibaumfest des Pressather Burschenvereins war gefallen. Nachdem unseren Burschen dann mit ihrer Muskelkraft den Baum in die Höhe gehievt hatten, war´s auch plötzlich so weit: Die Musik zum Einzug der Tanzpaare schallte über den Festplatz und wir machten uns – sogar im Takt – auf den Weg zum Maibaum. Dort verflog auch schnell unsere Anspannung und so tanzten wir – wenn auch mit einem „traurigen“ Auge mit unseren Burschen in den Mai. Traurig darüber, dass das Projekt Maibaumtanz mit diesem Auftritt nun auch vorbei sein würde.

Zum Schluss lässt sich nun nur noch eins sagen:
Liebe Burschen, wir Mädl´s hatten in den letzten 8 Wochen trotz manch stressigen Wochenenden und anstrengenden Proben einen riesigen Spaß mit euch und sind froh, ein Teil einer so tollen Aktion gewesen zu sein und dass wir zugleich mit euch gemeinsam in Pressath wieder eine alte Tradition haben aufleben lassen. Wer dies verpasst hat, den müssen wir nun auf nächstes Jahr vertrösten, in der Hoffnung, dass es in einigen Monaten wieder aus den Reihen der Pressather Burschen heißt:

„Mädls? – Seid´s wieder dabei, beim Tanz in den Mai?!“

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